"Intervento in occasione dell'elezione a Presidente del sindacato transfair"

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di Chiara Simoneschi-Cortesi, 24.06.2010

Herzlichen Dank für das Vertrauen, dass Sie mir durch die Wahl als Präsidentin aussprechen.

 

Stimate signore, stimati signori, gentili delegati, rappresentanti dei media, collaboratrici e collaboratori di transfair,

 

sono lieta di darvi l’ufficiale benvenuto come presidente del sindacato transfair all’odierno congresso straordinario.

È incoraggiante che nonostante la splendida giornata (se fa bel tempo) siate giunti così numerosi. Questa è la dimostrazione che il nostro sindacato e i suoi progetti vi stanno a cuore e la conferma che la decisione dell'indipendenza è stata giusta.

 

Dopo la decisione sull’indipendenza, alla fine del 2009 l’allora direttore ad interim Daniel Schütz mi ha chiesto se fossi interessata ad assumere la carica di presidente. Mi ha descritto le future sfide di transfair e i valori con cui transfair intende affermarsi in futuro e mi ha spiegato i compiti da svolgere in un modo talmente coinvolgente che non ho potuto far altro che accettare. E ora eccomi qui.

 

Dans le passé, outre mon engagement politique, j’ai collaboré pendant de nombreuses années dans des associations, à tous les niveaux, et souvent en tant que présidente. Cela m’a permis de faire d’importantes expériences. Je veux désormais mettre ces expériences à disposition de transfair. La Présidence de transfair est pour moi également une affaire de cœur. Je sais que le syndicat s’engage pour l’estime du travail et que l’être humain est au centre de ses pensées et de ses actes. En tant que politicienne et personne privée, j’arrive à m’identifier avec cette position proche de tout un chacun. Chez transfair, je vois concrètement que nous pouvons offrir aux salariés une meilleure protection et que nous pouvons faire quelque chose pour notre prochain.

Cet engagement social est important pour moi. Mes parents m’apprenaient déjà à l’époque que chacun doit faire quelque chose, pas seulement pour soi-même, mais également pour les autres. C’est ainsi que j’ai commencé très tôt à m’engager corps et âme et je vais – je vous le promets – mettre toute mon énergie dans mon poste de Présidente chez transfair.

 

Trois points m’ont particulièrement incitée à accepter cette fonction passionnante :

 

·      Service Public

Mit der Ausrichtung auf die Branchen des Service Public schafft transfair nicht nur für die Arbeitnehmenden bessere Lebensbedingungen, sondern auch für die gesamte Bevölkerung. Der aktuelle Service Public in der Schweiz ist von ausserordentlich hoher Qualität. Eine Qualität, die es zu schützen gilt. Denn nur mit einem starken Service Public haben alle Regionen in der Schweiz die Möglichkeit attraktive Arbeit- und Lebensräume zu sein. Auch hier deckt sich der Weg von transfair mit meinem langjährigen politischen Engagement. Seit 1999 bin ich Mitglied in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, welche sich mit den Geschäften der ehemaligen Bundesbetriebe - SBB, Post und Swisscom - auseinandersetzt. Während 4 Jahren habe ich in dieser Kommission auch als Delegationsleiterin für die CVP Fraktion mitgearbeitet.

 

·      Bildung

Die Wirtschaft ist im Wandel und dieser Wandel wirkt sich stark auf die Beschäftigen in den verschiedenen Branchen des Service Public aus. Bei der Post sollen immer mehr Beschäftigte durch Maschinen abgelöst werden. Im Bereich Verkehr steht die SBB vor grossen Herausforderungen. Sowohl im Personen- wie auch im Güterverkehr auf nationaler und internationaler Ebene.

All diese Entwicklungen führen zu Unsicherheiten und Veränderungen in vielen Berufsprofilen. Diese Veränderungen können und wollen wir nicht ignorieren. Es ist wichtig, dass wir sie ‚antizipieren’ und mit Massnahmen begleiten. Weiterbildungen und Umschulungen helfen hier Brücken für die Zukunft zu bauen. Sie dienen den Mitarbeitenden, welche dadurch eine neue Perspektive für die Zukunft erhalten und nicht in die Arbeitslosigkeit schlittern. Die Arbeit hat für die meisten Menschen nicht einfach nur die Bedeutung ein sicheres Einkommen zu haben. Sie gibt einen Sinn und eine Struktur und sie beeinflusst das Selbstwertgefühl in einem grossen Ausmass.

Die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung dienen auch den Arbeitgebern. Sie halten langjährige Erfahrung und Wissen im Unternehmen und sie fördern auch eine vielfältige Durchmischung innerhalb der Arbeitnehmenden. Eine Durchmischung in dem Sinne, dass zum Beispiel ältere Arbeitnehmende mit jungen Studienabgängern gemeinsam in Teams arbeiten und somit ganz unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen zusammenbringen. Dieses Zusammenwirken führt in vielen Fällen zu ausgewogeneren Lösungen und besseren Ergebnissen für die Unternehmen.

Und nicht zuletzt dienen die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung auch der Wirtschaft als Ganzes. Eine gut ausgebildete erwerbstätige Bevölkerung schafft gute Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und stärkt den Arbeitsmarkt Schweiz. Im Bereich Bildung durfte ich auf kantonaler Ebene und darf seit 1999 in Bundesbern als Mitglied der Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK alle wichtigen Gesetze und Investitionen mitprägen. Und als Präsidentin des schweizerischen Verbandes für Erwachsenenbildung (SVEB) habe ich mich während sieben Jahren stark für das Lebenslange Lernen engagiert.

 

·      Gleichstellung

Die dritte Ebene, auf welcher sich die Ziele von transfair mit meinen persönlichen Überzeugungen ganz klar decken ist im Bereich der Gleichstellung. Nur wenn die Voraussetzungen für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie – für Frauen aber auch für Männer – stimmen, können wir als Land unser ganzes wirtschaftliches Potential entfalten. Beschäftigungsformen welche Familie und Beruf in Einklang bringen sind – und das geht in den heutigen Diskussionen oft vergessen – nicht nur eine Frage des Willens, sondern für einen grossen Teil der Bevölkerung eine Notwendigkeit zur Sicherstellung des Einkommens. Diesen Realitäten wird nicht immer Rechnung getragen und umso erstrebenswerter ist es, dass gerade die Unternehmen des Service Public eine Vorreiterrolle übernehmen und mit einem guten Beispiel voran gehen. Während 15 Jahren habe ich als Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen die Weiterentwicklung der Gleichstellung mitgestaltet, 10 Jahre davon als Präsidentin. Auch heute engagiere ich mich gerne für die Themen der Gleichstellung, denn es gibt - besonders in der Arbeitswelt - noch viel zu tun.

 

Im Hinblick auf die politischen Ziele und Resolutionen von transfair – welche wir Ihnen heute Nachmittag vorstellen werden – stehe ich immer in engem Austausch mit den jeweiligen Branchenleitern und kann mich in den Kommissionen für die Anliegen einsetzen. Wie zum Beispiel bei der Revision des Postgesetzes und des Postorganisationsgesetzes. Auch dank meinem Engagement konnten wir in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen bereits einen Erfolg verzeichnen. Es ist uns gelungen das Nein zur totalen Marktöffnung zu erwirken, sodass das Monopol auf Briefen unter 50g vorerst erhalten bleibt.

 

Als Präsidentin werde ich versuchen transfair auf politischer Ebene ein Profil zu verleihen und dem Personalverband ein Gesicht zu geben. transfair soll sichtbarer werden und von meinen Netzwerken profitieren können. Ich freue mich auf die Herausforderungen und auch darüber was wir bis heute schon erreicht haben.

 

Darum möchte ich Daniel Schütz an dieser Stelle einen grossen Dank aussprechen. Er hat mit viel Engagement und Motivation die Weichen für die Zukunft von transfair gestellt. Er hat ein neues Team von Mitarbeitenden für transfair begeistert und es ist ihm gelungen eine ausgesprochen engagierte, kompetente und sympathische Geschäftsführerin für transfair zu gewinnen.

Ihr übergebe ich jetzt gerne das Wort und sie wird Sie über die Ziele, Entwicklungen und Erfolge informieren.

 

Herzlichen Dank.

 

 

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